15. Januar 2014

Roadtrip nach Perth

Am Vorabend vor der Abreise habe ich Ludwig noch mal ordentlich sauber gemacht und es gab ein letztes Lagerfeuer in großer Runde im Flussbett des Carnarvon Creek. Dann konnte es endlich losgehen – 5 Monate in und um Carnarvon waren zu Ende. Zunächst fühlte es sich noch so an, als würde man einfach nur Einkaufen fahren und dann wiederkommen. Bis zum 5. Januar waren noch „double days“, an denen es häufig Polizeikontrollen gibt und sämtliche Strafen verdoppelt werden. Wir verließen die Farm am 6. Januar. Die Frage ist ja unter Anderem, ob mein Auto zuerst verreckt oder einkassiert wird. Doch darum machten Tom und ich uns nicht wirklich Gedanken. Fenster auf und Heizung an, dann kommen wir schon irgendwie gen Süden!

Mit steten 80km/h cruisten wir also durch die karge Wüstenlandschaft und verließen den Highway Nr.1 irgendwann, um den westlichen Landzipfel „Shark bay“ zu besuchen. Hier lockt Monkey Mia mit einer täglichen Fütterung wilder Delfine, was für viele Reisende das Highlight ihres Westküstentrips darstellt. Unser erster Stopp war jedoch an den Stromatolithen. Nein, das kann man nicht essen und es hat auch nix mit Ökostrom zu tun. Die Stromatolithen sind Überbleibsel des ersten auf der Erde existenten Lebens. Letztendlich handelt es sich dabei lediglich um geschichtetes Sedimentgestein als Produkt ebendieser urtümlichen Bakterien. Nicht sonderlich spektakulär, aber doch interessant zu sehen, wie die Erste aller Lebensformen vor etwa 3500000000 Jahren ausgesehen hat. Das ist schon so lange her, dass man nichtmal anständig die Zahl lesen kann wenn der dämliche Blogautor die Punkte darin vergisst.

Stromatolithen
Nicht weit vom Hamelin Pool entfernt liegt der „Shell beach“ auf dem Weg. Das ist der einzige Strand Australiens mit einer Tankstelle aus Muscheln. Tom und ich wühlten uns einige Minuten wie kleine Kinder auf dem Boden herum und ich machte einen Muschelengel. Logischerweise ist es streng verboten Muscheln von dort mitzunehmen – ein paar Meter weiter sieht man aber eine riesige Maschine die Muschelschichten abbauen, um daraus Fußwege zu bauen.

Nach kurzem Snack in Denham fuhren wir schließlich in das berühmte Monkey Mia Resort. Hier trafen wir auch Amelie, Carine, Chris, Thomas und Vito wieder und es wurde festlich gekocht. Tom und ich gingen noch kurz im Meer schwimmen, wobei ich einen Rochen und einen Pelikan sah. Wir unterhielten uns darüber, wo wir es später mal mit dem Angeln probieren wollen. Das hat der Pelikan offenbar gehört – das faule und überraschend große Tier stand den ganzen Abend faul neben den Anglern herum und wartete auf Fisch. 

Ein Pelikan versucht sich im Hundeblick. Gib mir Fisch!
Flipper und seine Freunde
Am nächsten Morgen um machte ich mich früh auf den Weg, um der berühmten Delfinfütterung beizuwohnen. Mit etwa 120 gefühlten 6000 anderen Menschen stand ich da also in einer Reihe am Strand und wartete auf Flipper. Fast jeder Delfin wird im Laufe seines Lebens mehrfach von Haien attackiert und kann daher an seinen Narben erkannt werden. Das verriet jedenfalls die Omi, die vor den Massen durchs Wasser watete und interessante Dinge zu den Säugetieren über Lautsprecher erzählte. Ihr Tonfall verriet aber, dass sie den Job nicht erst seit gestern hat. Jajaa, Delfin Mickey, das ist schon so ein Charakter, nech. Was ein keckes Tierchen und so frech, heieiei. Die Zuschauer glucksen. Ob Mickey weiß, dass er der wohl weltweit beliebteste Delfin ist? Ich glaube Mickey hat einfach nur Hunger und ist zu faul sich selbst etwas zu fangen. Genau wie der Pelikan – Ist in Monkey Mia wohl so üblich. Anschließend werden noch Zuschauer ausgewählt, die einen Fisch verfüttern dürfen. Der Assistent vor mir im Wasser wählte dabei genau den einen Touri aus, der bis zu den Knien im Wasser stand – was vorher laut und deutlich untersagt worden war. „Green shirt, grey hat, camera, come here!“ Bin ich hier bei der Army gelandet? Der Touri durfte anschließend einen Fisch aus dem Eimer nehmen und dem Delfin hinhalten. Anschließend passierte etwas überraschendes: Der Delfin aß den Fisch. Der Touri geht zurück an seinen Platz - Es muss der glücklichste Tag seines Lebens sein! Man merkt vielleicht, dass ich von der Fütterung nicht wirklich überzeugt war. Es ist zwar ganz nett die Tiere mal aus nächster Nähe zu sehen, aber das wars auch schon. Tiere füttern kann man auch im Zoo – da ist das Becken halt etwas kleiner. Den riesigen Hype um die Delfine kann ich jedenfalls nicht nachvollziehen.

Touriauflauf in Monkey Mia
Zurück bei den Autos kam die Idee auf, den Francois Peron Nationalpark im Nordzipfel der Shark Bay zu besuchen und dort auch irgendwo zu übernachten. Ich war skeptisch, da wir uns zu siebt mit allem Kram in Thomas' Auto quetschen müssten und unsere beiden Vans auch irgendwo parken müssten, wo kein Ranger vorbeikommt. Wenn der nämlich ein unregistriertes Auto verlassen am Rand der Wüste findet kann das unschön werden. Tom meinte daraufhin, ich würde in einer Negativrealität leben. Der liebenswürdige Hippie macht sich generell um nichts Sorgen. Ich traf durch Zufall den Manager des Resorts und wir durften unsere Vans für eine Nacht auf dessen Parkplatz stehen lassen – möge der Spass beginnen! Meinen Swag und Stühle haben wir an die Bullbar gebunden, der Rest wurde gekonnt in den Kofferraum getetrist. 4 Leute auf die Rückbank, 3 nach vorne – Abfahrt! 

Die Stimmung war ausgelassen. Schon bald erreichten wir die Einfahrt in den Park, an der man die Luft von den Reifen lassen muss. Alle Pisten im Park bestehen aus feinem Sand, selbst 4WD-Fahrzeuge bleiben regelmäßig stecken. Wir schaukelten und wackelten uns immer weiter in die Wüste. Alle hatten ihren Spaß, als wir wie Flummis auf der Rückbank herumflogen. Alle außer Amelie, die fast kotzen musste. Wir hielten an einer traumhaft schönen Lagune, liefen ein wenig durchs Wasser und probierten die Muscheln, die dort an den Felsen wuchsen. Anschließend setzte ich mich ans Steuer und quälte den alten Landcruiser noch weiter gen Norden. Teilweise war die Strecke wirklich wild, aber die alte Lady kam ohne Probleme voran. Am Cape Peron, dem Nordzipfel der Shark Bay angekommen wurden wir von einer Atem beraubenden Küste erwartet. Blaues Meer, weißer Sand, rote Dünen. Im Wasser vor uns schwamm ein riesiger Rochen, und ein großer Schwarm Seevögel färbte den Küstenstreifen in der Ferne schwarz-weiß. Was für ein toller Ort! Nur schwimmen gehen sollte man hier nicht, da die Strömungen aus beiden südlichen Richtungen einen ohne Umwege nach Indien transportieren würden. 

Francois Peron Nationalpark
An einem unweit entfernten Aussichtspunkt auf einer Klippe gab es dann noch echtes Wildlife zu bestaunen. Ich wusste gar nicht wo ich zuerst hinschauen soll! Vor uns im Wasser war gleichzeitig ein grauer Riffhai, drei Mantarochen, ein grauer Rochen und eine rote Meeresschildkröte zu sehen. Irgendwann tauchte noch ein größerer Hai auf, während ein Pinguinmöwenirgendwas im Sturzflug auf Beutejagd ging. Wahnsinn! 

Mein Mitfahrer Tom aus England
An einem einsamen Küstenabschnitt wollten wir unser Nachtlager aufschlagen. Den Weg dorthin fuhr ich auf der Motorhaube mit – der beste Platz von Allen! Fahrtwind, Aussicht... nur bei einigen Sandmulden musste ich mich dann doch gut festhalten. Der Stellplatz für die Nacht war toll. Ein Strand ganz für uns alleine! Tom versuchte sich im Angeln, doch alles was er fing war ein gelb-schwarz gestreifter Steinfisch. Den kann man selbst in seiner Realität nicht essen. Feuer waren eigentlich nicht erlaubt, doch der Wind stand günstig und wir konnten es nicht lassen. Auf dem Sandstrand zwischen großen Steinen, während die Wellen rauschten und der Mond groß und gelb am Horizont unterging war es wohl mein genialstes Lagerfeuer bisher. Später am Abend kam noch eine dicke Krabbe vorbei und gesellte sich in etwa 2m Entfernung dazu. Mein Schlafplatz für die Nacht war übrigens ein Tipi, welches ich mir aus den Resten von Toms Zelt und drei dicken Ästen gebastelt habe. 


Wohl einer meiner besten Schlafplätze bisher: Ein Tipi am Meer
Als ich am nächsten Morgen aufwachte stand das Tipi unerwarteter Weise noch immer und ich war auch noch am Leben. Yay! Wir verbrachten den Morgen am Strand, wo ich einen Schwarm winziger Fische sah, die einen Rochen imitierten. Schließlich machten wir uns auf den Rückweg zum Resort, um die Vans wieder abzuholen. Wo hatte ich meinen Ludwig nochmal geparkt? Immer der Nase nach! Ich habe es doch tatsächlich geschafft, den alten Fischköder am Außenspiegel hängen zu lassen. So muss die Hölle riechen. Naja, irgendwie muss man die Urlauber im Resort ja auch bei Laune halten. Tom opferte sich, die Tüte zu entsorgen. Frisch geduscht ging es dann wieder los in Richtung Highway Number one. Der Ausflug auf die Shark Bay Peninsula hatte sich absolut gelohnt. Nicht weil man Flipper beim Frühstück beglotzen kann, sondern wegen dem unglaublich schönen Nationalpark, an dem 90% der Urlauber einfach vorbei fahren. Unser Ausflug dorthin war ohnehin einmalig – 7 Leute in einem alten Auto und Spaß ohne Ende. So etwas kann man in keiner Tour buchen. Eine Tour wäre auch wahrscheinlich auch etwas teurer gewesen als 6 Dollar für Diesel und ein paar Nudeln aus der Essenskiste.

Am nächsten Morgen erreichten wir den Kalbarri Nationalpark. Hier lockt neben schönen Schluchten vor Allem das „Nature Window“, welches bis vor Kurzem noch wegen Straßenarbeiten nicht besucht werden konnte. Der natürliche Steinbogen steht auf einer Klippe mit sensationeller 360°-Aussicht. Tom und ich setzten uns für einige Minuten mitten in den Bogen. Wir bestaunten zunächst die Aussicht und anschließend die anderen Besucher. Viele Leute kommen wirklich an, machen schnell 20 Fotos und verschwinden wieder, ohne auch nur eine Sekunde geschaut zu haben wo sie hier eigentlich sind. Wenn die auf dem Heimweg ihre SD-Karte verlieren wissen sie wahrscheinlich gar nicht mehr, welches Land sie eigentlich bereist haben. Wir besuchten noch einen weiteren Aussichtspunkt, wo wir ein wenig verweilten und durch die Landschaft kletterten. Den Park verließen wir schließlich gen Westen über eine eindrucksvolle Küstenstraße.

Meine Roadtriptruppe am Nature Window
Nach einer Portion Fish & Chips im Wert von drei Tarforst-Dönern ging es weiter gen Süden. Die Landschaft veränderte sich alle paar Minuten – Der Weizengürtel Australiens hat hier ihren Anfang und es gibt auch wieder so etwas Ähnliches wie Bäume. Ein entgegenkommender Roadtrain schleuderte mir einen Steinschlag in die Windschutzscheibe, der einem Einschussloch gleicht. Wir haben uns ordentlich erschrocken, aber geärgert hat es mich nicht – das Ding macht sich ganz gut neben dem mittlerweile etwa 40cm langen Riss. 

Als Kolonne gen Süden
An einer Raststätte mitten in der Pampa feierten wir unseren letzten gemeinsamen Abend mit lauter Musik, Bier und Midnightpasta auf dem Lagerfeuer. Highlight war das beschaffen von Feuerholz, welches uns um 2 Uhr nachts plötzlich zuneige ging. Da im Umkreis schon alles abgegrast war mussten wir auf einen toten Baum klettern und irgendwie Äste abschaukeln. Alle haben überlebt.

Etwa 200km vor Perth gibt es noch einen weiteren Pflichtstopp: The pinnacles. Man weiß bis heute nicht genau, wie die einmalige Wüste mit ihren vielen Steinsäulen entstanden ist. Der faule Tourist kann hier mit seinem Auto einen 4km langen Rundweg durch die spektakulären Gegend fahren. Die Pinnacles sind auf jeden Fall einen Abstecher wert, aber nach ein-zwei Stunden hat man dann auch Alles gesehen.


Tom verabschiedete sich noch von Allen, da er in der kommenden Nacht wieder zu seinem Hausboot nach Neuseeland fliegt. Ich werde die Truppe wohl nochmal irgendwo im Süden wiedersehen. Der Roadtrip mit der Truppe war toll, aber auf Dauer wäre es mir mit 7 Leuten zu stressig. Tom und ich erreichten Perth schließlich am Abend und ich konnte Ludwig auf eine recht zentrale Auffahrt bei einem Freund von Tom abstellen. Ich brachte ihn nachts um 4 zum Flughafen. Sollte ich noch nach Neuseeland kommen habe ich schon mal eine Anlaufstelle. In dieser "einsamsten Großstadt der Welt" traf ich schließlich einen alten Bekannten wieder und wir erforschen gerade den Südwesten – mehr dazu beim nächsten Mal! In nur einem Spot sind wir wieder für Sie da!

Flo

5. Januar 2014

Hai 2014

 
Frohes Neues!

Wahnsinn, ein komplettes Jahr in Australien ist vorbei. Ein komplettes Jahr ohne Familie und Freunde daheim. Ein komplettes Jahr habe ich bis auf wenige Ausnahmen im Auto genächtigt. 2013 war mein bisher Erlebnisreichstes Jahr. Was wohl 2014 noch kommt? Dabei ist ein Jahr doch letztendlich auch nur eine Zahl – und wer hat eigentlich erfunden dass es ausgerechnet 10 Tage nach der Sonnenwende beginnt? Und warum beschreibt die Jahreszahl das geschätzte Geburtsdatum irgendeines Brot rupfenden Wasserläufers? Ist das nicht diskriminierend gegenüber all den anderen sinnvollen Religionen? Tatsächlich gibt es die heutige Zeitrechnung offiziell erst seit 1060, als die Kirche Bezug auf eine fragwürdige Rechnung eines Mönches aus dem Jahre 525 nahm. Vorher wurden die Jahre nach den amtierenden römischen Konsuln benannt. Ob man das in der Zukunft nochmal ändert? Dann sind wir jetzt im Jahre Merkel 9 oder Obama 6. Wie auch immer, ich wünsche euch Allen ein glückliches und gesundes neues Jahr!

Thomas' Landy
Bei euch war es noch 5 Uhr Nachmittags, als die ersten Seenotfeuer in Coral Bay bereits das neue Jahr begrüßten. Zu fünft kamen wir mit dem Landy hierher und konnten uns noch einen Platz auf dem Campingplatz sichern. Der Wagen ist wirklich super, nur blauer Rauch lässt Ungutes vermuten. Die Ausläufer eines Zyklons haben Thomas altes Zelt komplett zerlegt, sodass wir teilweise einfach auf dem Boden geschlafen haben. Am Silvesterabend bin ich also barfuss durch seichtes Wasser an einem traumhaften Strand spaziert. Nach Feiern war mir irgendwie nicht zumute – die betrunkene Menschentraube ging mir an dem Abend ziemlich auf die Nerven. Der Altersdurchschnitt ist an der Westküste deutlich höher als im Osten, doch ab und zu macht es das auch nicht besser. Die Atmosphäre war jedenfalls super, auch wenn Silvester in Badehose sich irgendwie merkwürdig angefühlt hat. Mal wieder.

Coral Bay - Geht auch einsam und schön
Im Anschluss sind wir noch zwei Tage in Coral Bay geblieben. Der bekannte, kleine Ort wirkt auf den ersten Blick natürlich sehr touristisch, doch wenn man sich bequemt mal ein paar Minuten zu laufen findet man wunderschöne, Menschenleere Orte. Gen Süden erreicht man ein schönes Riff zum Schnorcheln, von dem aus man sich zum Hauptstrand zurück treiben lassen kann. Läuft man 15 Minuten gen Norden findet man sogar noch ein ganz besonderes Highlight: Eine kleine Bucht, in der Riffhaie ihre Brutstätte haben. Ich wickelte mir ein Handtuch um die verbrannte Rübe und machte mich mit Thomas, Sebastian und Chris auf den Weg. Etwa 20 der ungefähr 1m langen Tiere tummelten sich dort in nur hüfthohem Wasser. Von den drei hier vorkommenden Haiarten ist nur Eine gelegentlich aggressiv. Ich sah einen Mann durchs Wasser waten und entschied spontan, mit den Haien schwimmen zu gehen. So ein kleiner Haibiss ist im Zweifelsfall doch immernoch cooler als irgendein Tattoo! Man kann nur hoffen dass sie nicht unbedingt dahin beissen, wo es weh tut. Kaum war ich im Wasser, schwammen zwei Rochen an mir vorbei. Wahnsinn, was es hier für eine Natur gibt! Ich näherte mich also ganz langsam den Haien und setzte mich schließlich einfach ins Wasser und hielt still. Die Haie kamen immer näher und trauten sich schließlich bis auf zwei Meter an mich heran. Ein irres Gefühl, wenn der Schatten immer näher kommt und plötzlich die Finne an einem vorbeirauscht – die Tiere sind nämlich ganz schön flott unterwegs.

Naaa, wer hat Hunger?

Thomas' Bein hat wohl der Hai...
Ansonsten haben wir die Tage zur Entspannung genutzt. Ein lange vermisster Italiener wurde am 1. Januar Abends schließlich schlafend unter einem Baum gefunden. Am Strand trafen wir eine abgedrehte Truppe von Globetrottern – unter Anderem einen Australier der Marke Adrian. Er zog sich die Hose bis zum Anschlag hoch und stolzierte in gebückter Haltung über den Strand, um die Leute als „Harry Hightrouser“ zu begrüßen. Zwei andere waren generell im Bärenkostüm unterwegs. Der Hauptstrand von Coral Bay ist gerade zur Hochseason halt doch eher wie Mallorca. Auch die Preise sind gesalzen: Für ein erbärmliches Bacon & Egg Toast (1 Ei, 1 Fetzen Bacon) zahlt man 8,50 Dollar – da ist es wahrscheinlich fast sinnvoller einfach das Geld zu essen. Glücklicherweise hatten wir tonnenweise Sandwiches mitgenommen. 

Frankreich^^


Die letzten Tage in Carnarvon waren auch eher gemütlich – Aufbruchstimmung machte sich breit. Wir wollen morgen früh alle zusammen als Kolonne losfahren. Ich bin gespannt, wie das so wird! Vorgestern gab es dann aber doch noch ein kleines Highlight. Vor unserer Hütte hatten wir mal wieder ein kleines Barbecue, wovon ich allerdings nicht viel mitbekommen habe, da ich meinen gesamten Handyakku leer telefoniert habe. Als ich wieder zum Haus kam war die Party schließlich schon gelaufen, und ich sah meinen betrunkenen Supervisor im Müll wühlen. Greham schmiss alle leeren Bierflaschen die er finden konnte auf das ominöse 4WD-Golfkart, welches eigentlich nur der Boss fährt – aber der ist ja nicht da. „Ey Flowww! Wanna go shooting!?“ 
Er heizte schließlich mit Carine voraus und Thomas versuchte mit mir und Stefan im Gepäck mit seinem 31 Jahre alten Landcruiser hinterher zu kommen. Wie ein irrer heizte er über die Feldwege und bog plötzlich in eine Bananenplantage ab. Dort gab es offensichtlich ein Leck – der Landy blieb trotz 4WD und großer Reifen im Matsch stecken. Wir ließen ihn zunächst stehen und fuhren auf der Ladefläche des Golfkart-verschnitts weiter in die Wüste hinter die Plantagen. Die Fahrt war nicht ungefährlich – andauernd schlingerten wir oder drifteten seitlich auf eines der Felder ab. Ich stellte mich so auf die Pritsche, dass ich mich im Zweifelsfall mit einem Sprung in Sicherheit bringen kann. Wir kamen schließlich heile an und verteilten Bierflaschen auf Ästen und am Boden. Schiessen mit der 22er war viel einfacher als erwartet – und nach etwa 10 Magazinen hatten wir sämtliche Bierflaschen, Melonen, Körbe und Thermoskannen in näherer Umgebung zerstört. „Keep two bullets for duke“ sagte Greham und kraulte seinen Hund. „You bought two more days my friend, they wont leave before monday.“ Auf dem Rückweg hatten wir einen Platten, was die Fahrt nicht wirklich angenehmer machte. Greham holte einen Traktor, um den Landy rauszuziehen aber verlor das Seil auf dem Weg. Also klemmte er einfach die Gabel recht ungesund unter den Motor und schob den Landy aus dem Schlamm – seitdem macht er ein paar Geräusche.

"Wart mal grad noch mit Nachladen bitte"

Ääh und ich tausch die Vorderreifen noch...
So, morgen früh geht es also los. Fast 5 Monate Carnarvon und Umgebung sind vorbei. Konto voll, Visum in der Tasche, Auto gepackt – Es kann losgehen! Ich werde den Engländer Tom vom Roundhouse abholen und dann geht es als Kolonne mit 3 Autos gen Süden. Gestern habe ich Ludwig mal geputzt – der Arme ist überall am rosten. In der Kolonne werde ich in der Mitte fahren, damit mein Kennzeichen nicht so einfach gescannt werden kann. Auf dem Weg gibt es Einiges zu Sehen und in Perth werde ich schließlich schon erwartet. Der nächste Eintrag ist also endlich wieder ein richtiger Reisebericht mit Reise und Alles!

Catcha!




Nie wieder Zwiebeln


Carpet snake im Feld
   Das saftige Grün der Zwiebeltriebe ist mittlerweile einem matschigem Ockerbraun gewichen. Irgendwie hat man sich beim Pflanzen ein wenig mit dem Timing vertan – auch das Melonenfeld nebenan wurde einfach vergessen. Der Erntetrupp ist im Vorletzten der 13 Zwiebelfelder unserer Farm, als es plötzlich ein wenig unruhig wird: Eine Italienerin quiekt und springt im Kreis, es bildet sich eine kleine Menschentraube. Eine dreiste Carpet Snake war ihr beim Pflücken einfach über die Hand gekrochen. Wirklich gefährlich ist die Teppichschlange aber nicht – sonst hätte man sie wahrscheinlich auch anders genannt. Unser Supervisor Greham kommt schließlich mit einem Handtuch und zieht das Tier aus dem Feld. Fachgerecht wird es anschließend einfach 10 Meter weiter auf den Boden geworfen – in das nächste und letzte Zwiebelfeld, was am nächsten Morgen in Angriff genommen werden sollte. „Thanks Boss.“ 

Das Ding macht Spaß
Ich setze mich wieder in meinen Traktor und freue mich zum 183. mal an diesem Tag über die Klimaanlage – etwa 20 Grad weniger als Draußen sind optimal. Im Radio läuft exakt die gleiche Musik wie gestern. Gestern lief exakt die gleiche Musik wie vorgestern. Als Katie Perry endlich die Schnauze hält kommt Werbung. Eine Männerstimme erzählt von den neuesten Leasingraten bei Toyota – seine Stimme suggeriert aber eher Herzkasper nach Entführung durch Aliens. Im Ernst, wie können Menschen regelmäßig Radio hören? Da sterben einem doch sämtliche Gehirnzellen ab. Ich widerstehe dem Drang, panisch zum nächsten Toyotahändler zu sprinten und mit einem Hechtsprung durch die halboffene automatische Schiebetür mein Erspartes hinter die Theke zu schleudern und tippe kurz aufs Gas, um dem unfreundlichen Franzosen neben mir eine Extraportion Staub ins Gesicht zu drücken. Möhöhö.

Einmal in die falsche Richtung getippt...
Als auch das letzte Zwiebelfeld abgeerntet war durfte ich noch eine Woche am „Grader“ arbeiten. Die mehr oder weniger provisorische Sortier- und Packanlage läuft mit etwa 10 Leuten auf Hochbetrieb. Dort stand ich also 8 Stunden am Tag am Fließband und habe schlechte Zwiebeln aussortiert. Faule Zwiebeln, Zwiebeln mit Loch, Doppelzwiebeln, aufgeplatzte Zwiebeln – muss alles weg. Da kommt einem der Mock entgegen, wie Asitoni so schön sagte. Etwa 400.000 Zwiebeln laufen täglich durch die Anlage. Ab und zu half ich auch beim Einsacken oder stand auf dem Wastetruck, um Zwiebelmock zu schüppen. Bei der Arbeit am Grader haben sich auch meine schallisolierenden Kopfhörer ausgezahlt, ohne die man mich nach 2 oder 3 Tagen in eine Gummizelle hätte stecken müssen. Ich habe harte körperliche Arbeit in Australien zu schätzen gelernt, doch auf Dauer könnte ich es nicht. Nicht weil es physisch zu hart ist, es ist einfach zu monoton. Für eine Woche war es jedoch okay, und ich konnte noch etwas Geld zur Seite legen. Wer momentan in Carnarvon nach Arbeit sucht wird auch fündig. Dennoch gibt es Jahr für Jahr mehr Backpacker, und nun steht auch ein Work & Holiday Visum für China zur Debatte. Wenn die gelbe Welle den roten Kontinent überrollt sehe ich schwarz, was die Jobchancen angeht.


Wohlverdientes Bierchen nach dem letzten Arbeitstag

Die Arbeit war abgehakt, die Feiertage standen vor der Tür – das süße Leben konnte beginnen. Was macht ein Haufen Reisender in einem Wüstenkaff in ihrer Freizeit? Am Wochenende gab es meistens eine Buschparty. Unser japanischer Freund Taka hat sich einen Pickup gekauft und auf die Ladefläche stumpf ein Sofa vom Schrottplatz und sein dickes Soundsystem samt DJ-Equipment gestellt. So will er durchs Land reisen – geschlafen wird einfach im Sitzen auf dem Sofa. Mit dem Vehikel im Schlepptau machen sich dann immer 20 bis 50 Reisende auf und fahren irgendwo in die Wüste oder an ein Flussbett. Kompressor anschmeissen, Feuer machen – fertig ist die perfekte Buschparty.


Ansonsten haben wir uns auch oft in einer der Farmhütten getroffen und zusammen gekocht oder einfach nur einen gemütlichen Abend verbracht. Für ein großes Pokerturnier vor zwei Wochen bin ich eine Stunde durch den Ort gelaufen und habe Münzen ertauscht, da die Banken schon zu hatten. An dieser Stelle einen herzlichen Gruß an die kompetente Servicekraft im Woolworths, die den Geldwechsel spontan abbrechen musste weil sie nicht in der Lage war 10 minus 4 zu rechnen. Ab und zu waren wir auch nebenan bei Greham, um seinen dicken Flatscreen zu nutzen oder den Mädels ein Peace Zeichen irgendwo hin zu tattoowieren. Um ein Haar hätte ich mir „John Deere“ in grün auf die Stirn machen lassen. An einem besonders heißen Tag schnappte ich mir Thomas' türkisfarbenen Landcruiser (mit dem ich sonst immer alle bBetrunkenen heim fahr) und wir heizten offroad zu einem einsamen Strandabschnitt. Ein traumhafter Strand, und wir waren die Einzigen an mindestens 20km Küstenlinie. 

Ansonsten wurden Biervorräte vernichtet und selbstgebrauter Met getrunken. Es wurden Jamsessions im Tipi mit 8 verschiedenen Instrumenten gefeiert. Es wurden Länder erobert, von denen Hitler nur träumen konnte. Ja, ich habe einen groben Humor – wer ihn nicht verträgt muss andere Reiseblogs lesen :) Es wurde mit Flyern nach einem neuen Besitzer für Duke gesucht, der wegen seinem Humpelbein nach unserer Abreise erschossen werden soll. Und es wurden natürlich viele Freundschaften geschlossen und Abschiede gefeiert. Es gibt unzählige Erinnerungen an meine Zeit in Carnarvon, die schon sehr bald zu Ende sein wird.
Dinner bei der Nachbarfarm
Lieblingsitalienerin Lena ist Sushisüchtig
Pokern geht immer
Ich hab ne Zwiebel aufm Kopp ich bin ein Döner...
Weihnachten verbrachten wir in kleiner Runde mit Wraps und Wichtelgeschenken. Am nächsten Tag gab es dann ein größeres Zusammentreffen im „Roundhouse“ zwei Farmen weiter. Der Fensterlose Rundbau mit Pool ist wirklich super gemütlich – nur die Mosqiutos nerven, von denen wir auf unserer Farm glücklicherweise verschont blieben. Für Silvester geht es an die berühmte Korallenbucht, und danach geht es wieder „on the road“. Ich kann es kaum erwarten!

Wraps
Roundhouserelaxation




















P.S.: Auf der Nachbarfarm haben wir neulich ein kleines Spinnchen gefunden.

3. Dezember 2013

Noch mehr Zwiebeln


How are we today!

Nach Hause telefonieren
Kaum lässt man mal ein paar Wochen nichts von sich hören, wird die treue Fangemeinde hellhörig. Was ist passiert? Wurde mein Netbook geklaut? Bin ich in Gefangenschaft? Der Titel dieses Eintrags lässt vermuten, dass nichts extraordinär Spannendes geschehen ist. Noch immer bin ich bei der River Lodge in Carnarvon als Treckerfahrer professioneller Zugmaschinenbediener tätig. Fast jeden Morgen um 4:32 Uhr oder einer ähnlich neurotischen Uhrzeit bimmelt mein durchaus grässlicher Handywecker mich aus dem oft viel zu kurzen Schlaf. Dann schnappe ich mir noch schnell etwas zu futtern, klatsche mir meinen staubigen Hut auf den Schädel und suche in der Dunkelheit nach meinem Trecker.

Wenn die Sonne am Horizont aufgeht ist der Sessel im Führerhaus meines „John Deere“ Traktors bereits ordentlich warmgesessen. Die großen Reifen wirbeln Staub auf, aus dem Augenwinkel sehe ich Einschusslöcher im Landcruiser, der neben dem Feld auf dem Dach liegt. Vor mir leert gerade Mr. Wulli seine Körbe in den Bin. Der nette Vanuatuaner hat größere Arme als ich Beine habe, kann die Körbe aber keinen Zentimeter tragen. Bei etwa 90% Füllmenge beginnt dann der routinierte Schauspielakt: Die Zwiebeln werden ganz langsam in den Bin geleert, aber ein paar vorerst noch im Korb gelassen. Einen fachmännischen Blick und etwas Rumschieben der Zwiebeln später wird mit großzüger Mimik auch der Rest des Korbs in den Bin geleert. Ach was solls, heute ist man mal großzügig! Mit selbstzufriedenem Gesichtsausdruck stellt man sich dann am besten so vor den Bin, dass man angestupst wird, wenn der Traktor sich wieder in Bewegung setzt. Anschließend kommt die Kür – hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Man muss nämlich möglichst empört und überrascht gleichzeitig schauen, während zum nächsten Korb gelotst wird. Waaas? Noch einer? Irgendwann ist der Bin dann aber tatsächlich voll und ich mache einen Haken auf meiner Liste. 

So sieht mein Arbeitsalltag aus

Mittlerweile bin ich der einzige Traktorfahrer, da die Vanuatu-Crew bei der Weinernte hilft und somit nur noch um die 20 Pflücker auf dem Feld sind. Zwischenzeitlich war mein Mitbewohner Thorsten mein Treckeratze – Stefano wurde gefeuert, da er die eine oder andere Zwiebel auf grausige Art und Weise mit seinen Reifen in den Zwiebelhimmel befördert hat. Nach gut 4 Wochen auf dem Feld sind sämtliche Bewegungsabläufe Routine, der Trecker ist quasi in Fleisch und Blut übergegangen. Ich arbeite meist selbstständig und wechsle wenn überhaupt nur wenige Worte mit Graham, meinem Supervisor. Farmhund Duc ist mein ständiger Begleiter. Je nach Lust und Laune schnappe ich mir für eine Mittagspause den Gator und fahre auf eine eiskalte Cola zur Cottage. 

Team Trecker posiert. Farmhund Duc dreht uns irritiert den Rücken zu.


Eines der Zwiebelfelder ist mit Disteln überwuchert, da dort beim Sprayen wohl etwas schief gelaufen ist. Die Pflanzen Disteln zu nennen ist allerdings untertrieben – hüfthoch, dick wie ein kleiner Baum und die Stacheln lassen gerne mal einen Finger anschwellen, wie Thomas erfahren durfte. Eines Nachmittags bekam ich die Gelegenheit ihn zu rächen. Der Boss drückte mir eine löchrige Hose und den „Whipper Snipper“ in die Hand. Das Gerät ist leicht modifiziert worden: Anstelle einer Nylonschnur wurde einfach das Blatt einer Kreissäge ans andere Ende geschraubt. Nicht wirklich nach TÜV-Norm, aber durchaus effizient. Gegen 3 ist meist Feierabend, und falls es gerade fließendes Wasser gibt wird direkt geduscht. Parfüm oder Deo braucht hier Niemand, es ist Wohltat genug einfach mal nicht nach Zwiebeln zu riechen.

Gemütlicher Abend am Lagerfeuer im Flußbett
 
Nach Feierabend sammeln sich dann meistens noch alle draußen und legen die Füße hoch. Hinter der Cottage wurde aus allerlei Schrott ein sehenswerter Fitnessbereich errichtet, der nach der Arbeit jedoch gekonnt ignoriert wird. Gesprächsthema Nummer Eins sind zu meinem Ärgernis stets die Zwiebeln. Zwiebeln zu klein, Zwiebeln zu trocken, Supervisor zu willkürlich und nicht fair. Besonders die eigenen Landsleute sind Weltmeister im Nörgeln, denn selbst wenn man eine gute Reihe erwischt hat und am Tag auf 30 Dollar Stundenlohn gekommen ist – ist doch alles kacke! Manche haben auch einfach keinen Gesamtüberblick und maulen mich dann an, wenn sie am Ende noch auf die Abholung ihres letzten Bins warten mussten – man hat ja schließlich gewunken wie blöde! Macht doch nix, dass Andere schon länger warten! Ich schildere das daher so genau, weil ich da eine persönliche Entwicklung festgestellt habe. Zu Beginn habe ich mich stressen lassen, doch mittlerweile bin ich die Ruhe selbst. Wers nicht rafft und sich aufregt, ist selber Schuld! Generell ist der Frust jedoch verständlich – Backpacker sind billige Arbeitskräfte und werden auch so behandelt. Leere Versprechen, widersprüchliche Ansagen und falsche oder fehlende Informationen stehen an der Tagesordnung. Vor allem in Anbetracht des hiesigen Personalmanagements würde jedem deutschen Unternehmensberater mit Anlauf das Gesicht entgleisen. Carine, meine neue französische Mitbewohnerin darf bei der Arbeit (Weinernte) zum Beispiel nicht reden und bekommt stets eine fette „9“ mit Edding auf den Arm gekritzelt. Only in australia. 
Das "Gym"
Die Zwiebelsortieranlage
Aber all das ist nun mal auch Teil der Erfahrung als Backpacker. Und ich habe als Traktorfahrer wirklich Glück gehabt. In den letzten 4 Wochen habe ich effektiv (mit Steuern und Rente) 5000 Dollar verdient - das mag zwar nicht mit den Bitcoinmillionären zuhause mithalten können, ist aber für einen Backpackerjob wirklich sehenswert. Ich lebe günstig auf der Farm und habe tolle Leute um mich. Alles in allem der optimale Job – und darum bin ich auch noch immer hier! Mein Working Holiday Visum habe ich bereits um ein weiteres Jahr verlängert. Dazu muss man online 88 Tage Farmarbeit (o.Ä.) nachweisen und saftige 420 Dollar bezahlen. Ich warte jedoch nach wie vor auf meine Steuerrückzahlung – in Australien ein Thema für sich.

Am letzten Wochenende hatten wir tatsächlich mal den Sonntag frei. Wie der Zufall es so wollte war für Samstag Abend eine Buschparty in Planung – eine Art Testlauf für Silvester. 10 Jungs von der Nachbarfarm haben sich zusammengetan und die alte Anlage eines Pubs gekauft. Die wurde in einen nahen Nationalpark an den Fluss gekarrt und so ziemlich jeder Reisende in Carnarvon war dort. Zum eigenen Erstaunen musste ich feststellen, dass meine letzte Party schon 4-5 Monate zurück lag. Krass! Dementsprechend hat auch mein ominöser Energysekt Wirkung gezeigt... es war jedenfalls ein toller Abend mit dem Einen oder Anderen bloguntauglichen Ereignis. Ich habe noch immer ein wenig Schlafmangel... ich werde alt! Total verkatert besuchten wir am Sonntagmorgen einen „Car market“. Leider gab aber keine Autos zu sehen, es war eher ein Flohmarkt. Wir machten das beste daraus und setzten uns stumpf unter einen kleinen Baum in den Schatten. Für 2 Stunden.

Eine Party im Nirgendwo...
Der Tag danach war eher so mittel produktiv
So, entschuldigt den etwas trockenen und Ereignislosen Blogeintrag – ihr habt es so gewollt! Das wird sich jedoch bald ändern. Oooh ja! Die Ernte geht noch etwa 2 Wochen, und dann ist auch schon ganz schnell Weihnachten und Silvester. Anfang Januar werde ich wieder aufbrechen. Der Süden ruft! Ich habe noch viel vor, bevor ich im April wieder nach Deutschland komme. Es gibt sogar schon so etwas Ähnliches wie einen Plan...

Too easy mates!

Flo